Ein gelungener Artikel von Herrn Stoffels, informativ und umfassend.

Es sollen 30 bis 35 Quadrate a 25 Meter Seitenlänge untersucht werden. Das sind nur ca. 9% der Fläche der Muna. Ob das Ergebnis dann tatsächlich repräsentativ und neutral ist oder nur den Plänen der DB folgt?

Sollen dort tatsächlich Menschen diese Quadrate ablaufen und mit Messgeräten untersuchen? Von Förstern, die das Muna-Gelände betreuen, wissen wir, dass die Wege nur in seltenen Ausnahmen verlassen werden dürfen, weil das Betreten des Geländers abseits davon zu gefährlich ist. Es drängt sich der Verdacht auf, dass dort untersucht werden soll, wo es ungefährlich ist.

Noch schwerwiegender ist, dass vom Giftgas-Sarkophag (mal wieder) nicht die Rede ist. Es ist allseits bekannt, dass dort große Mengen Kampfgas vergraben sind und dass die Gleise bis dicht an diesen heran gebaut werden sollen. Es gibt lediglich eine Aussage eines von der DB beauftragten (!) Ingenieurbüros, dass dies ungefährlich sein soll. Warum wird der Sarkophag nicht in die Untersuchung eingebunden? Diese Gefahr ist viel größer für die Allgemeinheit!

Der DB Projektleiter spricht davon, dass sie, die DB, mehr Informationen über das Gelände benötige und der Generalbevollmächtigte für Bayern gar davon, dass die Untersuchungen helfen würden, abzuschätzen, ob die Option Muna umsetzbar sei. Entschuldigung, hat die DB das nicht geprüft, bevor sie ein umfangreiches Genehmigungsverfahren anstrengt? Seltsam auch der Zeitpunkt, denn die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen werden erst Anfang 2023 erwartet. Also erst nachdem die Regierung von Mittelfranken ihre Einschätzung zur Raumverträglichkeit abgegeben hat. Werden der Regierung wichtige Informationen vorenthalten? Unverständlich, dass die DB hierbei sogar noch von Transparenz spricht…

Andreas Teichert

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