BI Röthenbach St. W. – Im Zentrum der Macht Wendelsteins

Kampf gegen das ICE Werk – was lange währt wird endlich ein Dialog

von Sabine Kronmeister und Friedrich Zeller

Bereits seit Monaten kämpfen acht der ursprünglich durch das geplante ICE-Werk der Deutschen Bahn betroffenen Gemeinden zusammen mit ihren Kommunalpolitikern gegen geplante klimaschädliche Waldrodungen in der Region für ein neues ICE-Werk der Deutschen Bahn.

Seit kurzem ist auch Wendelstein und v.a. Röthenbach ST. W. erwacht und hat sich als letzte Gemeinde dem Widerstand angeschlossen. Und schon musste die junge Bürgerinitiative Röthenbach (www.reichswald-bleibt.de), gegründet am 02.09.2021, einen schweren Schlag, gleich am Tag nach der Gründung, hinnehmen. Von einstmals neun möglichen Standorten, müssen nun nur noch die Gemeinden Wendelstein, Feucht, und der Ort Harrlach um ihren gesetzlich geschützten Bannwald bangen.

Hinzu kam die Angst der BI in Wendelstein, vielleicht doch ganz oben auf der Wunschliste der Bahn mit den Gebieten MUNA und Jägersee zu stehen, da sich bis heute zwar alle anderen Kommunalpolitiker der bisher betroffenen Gemeinden klar gegen einen Standort bei ihnen positionierten, die Wendelsteiner Politiker dies aber bis heute nicht taten und auch eher einen Deal über Entmunitionierung der MUNA gegen ein ICE-Werk mit der Bahn in Betracht zogen.

Warum die BIs Röthenbach, Feucht und Harrlach sich aber auch gegen eine Rodung dieses wichtigen gesetzlich geschützten Bannwaldes stellten, war bisher hinreichend in der Presse oder auf der Homepage (reichswald-bleibt.de) zu lesen.

Wir wollten aber den Dialog und gemeinsamen Kampf mit unseren Wendelsteiner Kommunalpolitikern gegen das ICE-Werk auf allen Standorten suchen.So weit sind wir leider noch nicht, aber am 15.09.2021 erfolgte eine Einladung der BI seitens der Gemeinde Wendelstein ins Rathaus zum Dialog, Meinungs- undInformationsaustausch. Sehr gerne nahmen wir diese an. Über zwei Stunden wurde respektvoll und sachlich mit Vertretern von Gemeinderat inklusive Herrn Bürgermeister Werner Langhans und der Gemeindeverwaltung diskutiert. Auf einen endgültigen gemeinsamen Standpunkt konnten wir uns am Ende des regen Austausches zwar noch nicht einigen, beide Seiten stellten aber fest, dass sie in einigen Punkten gar nicht so weit auseinander liegen. Vielleicht ist ein Anfang zum gemeinsamen Schutz unseres Bannwaldes auf allen der drei von der Bahn ins Auge gefassten Gebiete gemacht. Wir werden weiter dafür kämpfen.

Und wir werden hart kämpfen. Wir danken für den freundlichen und aufgeschlossenen Empfang und freuen uns auf weitere fruchtbare Gespräche.

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